CPAC-Konferenz am 21. März 2026 in Ungarn

Veröffentlicht am 22.03.2026
CPAC-Konferenz am 21. März 2026 in Ungarn
Zivilisation steht und fällt mit der Priorität, die sie der Freiheit gegenüber der Macht einräumt.

Dr. Alice Weidel (AFD), auf der CPAC-Konferenz, 21. März 2026

Guten Tag.
Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Orbán, geschätzte Teilnehmer der CPAC, meine Damen und Herren, liebe Sara – ich habe heute auch meine Frau und meine Kinder mitgebracht.
Es ist mir zugleich eine große Ehre und eine dringende Pflicht, in dieser entscheidenden Stunde für unsere Nationen und unseren gesamten Kontinent heute hier in Budapest zu Ihnen zu sprechen.
Diese CPAC-Konferenz ist ein leuchtendes Zeichen der Freiheit, das hell über Europa strahlt und die Hoffnung in den Herzen von Millionen Menschen neu entfacht.
Ich danke den Organisatoren und insbesondere unserem Gastgeber, Ministerpräsident Viktor Orbán, für die Einladung und die Gelegenheit, heute zu Ihnen zu sprechen – als Vertreter unserer Partei, der AfD, der Alternative für Deutschland, der einzigen wirklichen Oppositionspartei in unserem Land und – so glauben wir – der künftigen Regierung Deutschlands.
Europa steht an einem Scheideweg seines Schicksals. Wie apokalyptische Reiter ziehen dunkle Vorboten über unseren Kontinent: Krieg und Gewalt, Lügen und Unfreiheit, Verarmung und die gezielte Zerstörung von Wohlstand. Dies sind die großen Gefahren unserer Zeit. Sie treffen den Kern unserer Kultur, unserer Werte und unserer Lebensweise.
Wir Europäer sind Erben eines großartigen und einzigartigen historischen und kulturellen Vermächtnisses. Unsere Zivilisation ruht auf drei Säulen: dem forschenden Geist der griechischen Philosophie, der staatlichen Ordnungskraft Roms und dem erlösenden Licht der christlichen Tradition.
Aus diesen Wurzeln erwachsen die Güter, die wir als unantastbar betrachten: die Rechte freier Bürger, die Freiheit des Denkens, der Rede und der Presse, das grundlegende Prinzip der Selbstbestimmung – sowohl des Einzelnen als auch der Nation –, der Schutz der Familie, der Respekt vor dem Privateigentum sowie die dynamische Kraft des freien Marktes als Motor für Wohlstand, Innovation und menschlichen Fortschritt.
Dies sind nicht bloß Ideen – es sind Überzeugungen, die uns verbinden.
Der souveräne demokratische Nationalstaat ist das einzige Gefäß, das stark genug ist, und der einzige Rahmen, der sicher genug ist, damit diese westlichen Werte gedeihen können. Doch das ist keine Selbstverständlichkeit. Freiheit und Selbstbestimmung wurden der Tyrannei durch Blut, Schweiß und Mut unzähliger Generationen unserer Vorfahren abgerungen.
Wir werden das niemals vergessen.
Wir Deutschen und Ungarn – zwei stolze Nationen – wissen genau, was es kostet, die Freiheit zu verteidigen. Wir kennen den Preis, und wir wissen tief in unserem Innersten, dass er es wert ist, gezahlt zu werden.
Vor 70 Jahren, im Oktober 1956, erhob sich das ungarische Volk in gerechtem Zorn gegen die totalitäre kommunistische Unterdrückung und gab der Welt ein unvergängliches Beispiel für Mut und Freiheitswillen.
Nur drei Jahre zuvor, im Juni 1953, wagten die Arbeiter in der damaligen DDR den Aufstand für Freiheit und nationale Einheit – ein Aufstand, der blutig niedergeschlagen wurde.
Erst 1989 gelang es den Menschen im kommunistischen Teil meines Vaterlandes – gemeinsam mit den Völkern Osteuropas –, die Ketten der Diktatur endgültig abzuwerfen. Und Ungarn stand erneut an vorderster Front der Freiheit. Wir Deutschen werden niemals vergessen, was wir der ungarischen Nation verdanken.
Heute jedoch sind Freiheit und Selbstbestimmung erneut bedroht. Doch diesmal kommt die Gefahr nicht von außen, sondern von innen. Sie geht von globalpolitischen Eliten in Brüssel und in zu vielen europäischen Hauptstädten aus. Und gerade weil sie sich hinter einer Fassade des Wohlwollens verbirgt, ist sie so gefährlich.
Sie fördern eine unkontrollierte Massenmigration. Gleichzeitig werden Bürger verpflichtet, deren Folgen zu tragen, während Sicherheitsprobleme zunehmen und gesellschaftliche Spannungen wachsen.
Sie schüren Ängste im Zusammenhang mit dem Klimawandel und nutzen diese, um tiefgreifende Eingriffe in Wirtschaft und Gesellschaft zu rechtfertigen – mit weitreichenden Folgen für Industrie, Energieversorgung und Wohlstand.
Sie treiben gesellschaftspolitische Konzepte voran, die traditionelle Vorstellungen von Familie und Identität infrage stellen und damit zu Verunsicherung führen.
Sie erhöhen die Staatsverschuldung und unterstützen internationale Konflikte finanziell, was innenpolitische Spannungen verstärkt.
Gleichzeitig beobachten wir zunehmende Eingriffe in die Meinungsfreiheit. Kritische Stimmen sehen sich wachsendem Druck ausgesetzt, während politische Prozesse zunehmend beeinflusst werden.
In Brüssel scheint man zu glauben, die Geduld der europäischen Völker sei unendlich. Doch das ist ein Irrtum. Der wachsende Zuspruch für politische Alternativen sowie die Unterstützung für nationale Regierungen zeigen, dass diese Geduld schwindet.
Wir werden erneut für Freiheit und Selbstbestimmung eintreten müssen. Die Mittel mögen andere sein als in der Vergangenheit, doch Mut, Entschlossenheit und der Wille zur Veränderung bleiben entscheidend.
Das Schicksal all jener, die an Freiheit und souveräne Nationen glauben, steht auf dem Spiel.
Gleichzeitig können wir feststellen, dass sich über nationale Grenzen hinweg neue Allianzen bilden – getragen von dem gemeinsamen Ziel, Freiheit und Selbstbestimmung zu bewahren.
In diesem Sinne wünsche ich allen, die sich für diese Ziele einsetzen, Kraft und Erfolg.
Gott segne Ungarn.
Gott segne Deutschland.
Und Gott segne ein freies Europa.
Vielen Dank.

Danke für Ihre Zeit
Der Polit-Philosoph

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